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slow fashion

Slow Fashion steht für nachhaltige Mode und beschreibt das veränderte Bewusstsein gegenüber Kleidung. Es geht darum, mehr Verantwortung für unsere Umwelt zu übernehmen - u.a. durch faire und umweltschonende Produktionen, kurze Lieferwege sowie das Nutzen von natürlichen Materialien.

Slow Fashion entschleunigt, wirkt entgegen des Prinzips des Wegwerfens und Neukaufens und setzt den Fokus stark auf Langlebigkeit, Qualität und Transparenz. Ob ein Kleidungsstück nachhaltig produziert wurde, erkennt man beispielsweise an der Materialzusammensetzung und an nachhaltigen Textilsiegeln. 

Warum nutzen wir kein Polyester?

0% Polyester

Polyester wird heutzutage zu vielen Fasern hinzugemischt. Es hat den Vorteil, dass es preiswert ist und nicht knittert. Wir verzichten allerdings strikt auf Polyester und sagen euch, warum:

  • Polyester ist pures Plastik und giftig. Synthetische Materialien wie Acryl, Nylon und Polyester werden aus Chemikalien wie Thermoplasten hergestellt, die Kunststoffmoleküle ausgasen, wenn sie erhitzt werden. Die meisten Polyester werden mit Antimon als Katalysator hergestellt. Antimon ist nicht nur krebserregend, sondern auch toxisch für Herz, Lunge, Leber und Haut. Nicht “nur” die Arbeiter:innen in den Produktionen erleiden schwere gesundheitliche Probleme, auch deine Gesundheit leidet beim Tragen dieser Faser.

  • Bei jedem Waschgang gehen Mikropartikel Plastik in das Abwasser, verunreinigen die Umwelt und das Meer und töten die Tiere, die darin leben.

  • Polyester lädt sich elektrisch auf und man schwitzt stark darin. Außerdem nimmt es sehr schnell schlechten Körpergeruch an - ausdrücklich nicht für erste Dates geeignet.

  • Kleidung aus Polyester ist nicht recyclingfähig. Auch, wenn nur ein kleiner Bruchteil des Kleidungsstücks aus Polyester oder anderen Poly-Fasern ist, ist es nicht möglich oder lohnend, es zu recyceln. Wegen der schlechten Qualität der heutigen Kleidung werden Altkleidercontainer wieder abgebaut - die Sortierung und das Recyceln macht keinen Sinn mehr. Sie ist also wahrlich für den Müll.

  • Polyester basiert auf Erdöl und damit auf einem nicht-erneuerbaren Rohstoff. Gigantische Waldflächen werden zur Förderung des Rohstoffs zerstört. Die Aufbereitung des Öls ist außerdem energieintensiv und verbraucht viel Wasser. Große Mengen giftiger Flüssigkeiten, die bei der Ölproduktion anfallen, gelangen in Flüsse und Gewässer und sogar ins Grundwasser.

  • Recyceltes Polyester ist besser? Für uns leider kaum. Es ist immer noch Plastik und die meisten Punkte treffen trotzdem darauf zu.

Unser Ziel ist, Qualität, wie man sie von der Generation unserer Großeltern kennt, wieder zu etablieren und selbstverständlich zu machen. Wir bieten euch eine hochwertige und langlebige Qualität an, die euch nicht krank macht, sich gut auf eurer Haut anfühlt und mit der ihr lange glücklich sein werdet.

Mit 0% Polyester.

 

Der Unterschied zwischen Bio-Baumwolle und konventioneller Baumwolle

The difference between organic cotton and conventional cottonThe differences between organic and conventional cotton by varm studios, Bio-Baumwolle, nachhaltig und fair

Es wäre schön, wenn es so einfach wäre, aber nur von Polyester auf konventionelle Baumwolle zu wechseln, reicht leider nicht.

Es gibt große Unterschiede zwischen zertifizierter Bio-Baumwolle und konventioneller Baumwolle. Während Bio-Baumwolle gegenwärtig eines der nachhaltigsten Materialien auf dem Markt ist, hat konventionelle Baumwolle verheerende Auswirkungen auf Umwelt und Lebewesen.

Die Produktion der Bio-Baumwolle verbraucht um 91% weniger Wasser als die der herkömmlichen Baumwolle.

Außerdem ist bei der Produktion konventioneller Baumwolle der Einsatz von Pestiziden und chemischen Düngemitteln unbegrenzt möglich. Die Chemikalien ziehen in den Boden ein und er wird langfristig stark belastet. 70% der Pflanzen können gentechnisch verändert sein. Und auch Monokulturen sind nicht verboten - sie hinterlassen unbrauchbare Böden und reduzieren die Vielfalt von Flora und Fauna. Indessen ist für Bio-Baumwolle ausschließlich die Nutzung natürlicher Dünger und nachhaltiger Schädlingsbekämpfung erlaubt.

Die unbegrenzte Nutzung chemischer Mittel bei der Produktion konventioneller Baumwolle führt auch dazu, dass die Luft Giftstoffe enthält und wiederholt zahlreiche Menschen sterben, wenn sie während der täglichen Arbeit die toxischen Gifte einatmen. Und nicht nur die Arbeiter*innen sind gesundheitlich stark durch den Kontakt mit konventioneller Baumwolle gefährdet. Auch die Endverbraucher*innen können in der fertigen Kleidung noch Giftstoffe über die Haut aufnehmen.

In Bio-Baumwollproduktionen hingegen herrschen strenge Richtlinien und Gesetze, die die Verwendung von Pestiziden oder chemischen Düngemitteln untersagen. Außerdem wird hier von Hand geerntet. Dies gewährleistet eine sehr hohe Qualität der Fasern, die bei der maschinellen Ernte nicht erreicht werden kann.

Fazit: Es ist nicht zu viel gesagt, dass man mit dem Wechsel von herkömmlicher Baumwolle zu Bio-Baumwolle Leben retten kann. Darüber hinaus verteidigt man die begrenzten Ressourcen, die die Erde uns bietet, indem man auf nachhaltige Baumwoll-Gewinnung setzt. Und wie es bei Obst so ist - selbstgepflückt schmeckt immer besser - ist es bei der Qualität der Bio-Baumwolle auch, denn sogar die hält länger und besser.

 

Recycling-Prozess von Naturfasern

Um möglichst ressourcenschonend zu arbeiten, werden vermehrt recycelte Materialien eingesetzt. Auch wir nutzen recycelte Stofffasern: Unser team sweat hat einen 33%-igen Recycling-Anteil und unser kaya Schal ist zu 100% recycelt. 

Damit man sich den Recycling-Prozess besser vorstellen kann, haben wir die Schritte am Bespiel von unserem Partner Valérius Group fotografisch festgehalten. Die Bilder entstanden bei unserem letzten Besuch der Produktion in Portugal.

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1) Stoffreste von beispielsweise Überproduktionen werden gesammelt gelagert.

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2) Anschließend gelangen die Stoffreste über ein Laufband in einen Schredder.

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3) Die Mitarbeiter*innen kontrollieren stets den Prozess.

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4) Anschließend werden die Stoffreste kleiner geschreddert und durch eine Walze gepresst.

Nachhaltige mode aus recycelten Stoffen - vārm

5) Eine große Menge wird nun zusammengepresst. Dies bietet die Grundlage zur weiteren Verarbeitung.

Nachhaltige Mode - vārm

6) In großen Tanks werden die gefärbten Stoffe gewaschen, zu Garn verarbeitet und aufgerollt.

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7) Nun kann das Garn für die Kleiderproduktion genutzt werden.